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Artikel-Schlagworte: „Rumjana Schelewa“

Rumjana Schelewa zieht Kandidatur zurück

Die bulgarische Außenministerin Rumjana Schelewa, die von der regierenden GERB-Partei für das Amt des EU-Kommissars für Humanitäre Angelegenheiten vorgeschlagen wurde, hat ihre Kandidatur zurückgezogen. Sie war aufgrund einer allgemein als schwach empfundenen Vorstellung vor dem Europäischen Parlament, in der sie insbesondere zu ihrer Beteiligung an einer Firma unklare Antworten gab, unter Druck geraten.

Dies teilte Joseph Daul, der aus Frankreich stammende Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), soeben gegenüber Journalisten mit.

Anscheinend wird Schelewa auch ihr Amt als bulgarische Außenministerin abgeben. In einem von Daul zitierten Brief soll sie ihren Rückzug von allen politischen Ämtern angekündigt haben.  Schelewa begründet demnach ihre Entscheidung mit lügnerischen Angriffen auf ihre persönliche Ehre.

Kandidatur der Rumjana Schelewa gescheitert?

Die Kandidatur der derzeitigen bulgarischen Außenministerin Rumjana Schelewa (englisch:
Rumiana Jeleva) für das Amt der EU-Kommissars für Humanitäre Hilfe scheint nach einer in den Medien als katastrophal beschriebenen Vorstellung vor dem EU-Parlament gescheitert zu sein.

Die vom amtierenden und im September bereits für eine zweite Amtszeit wiedergewählten EU-Kommissionspräsident Barroso vorgeschlagenen Kommissare, die de-facto durch die Regierungen der Mitgliedsländer ausgewählt werden, müssen sich vor dem Europäischen Parlament umfangreichen Hearings stellen. Hier wird neben der grundsätzlichen Eignung auch die fachliche Kompetenz vor den Augen der Öffentlichkeit unter die Lupe genommen – die Hearings können im Internet mitverfolgt und auch später noch angesehen werden: http://www.europarltv.europa.eu/

Schelewa geriet insbesondere durch Fragen über ihre wirtschaftlichen Aktivitäten, insbesondere die Beteiligung an einer Firma, die sie nicht veröffentlicht hatte, in Bedrängnis. Diese Niederlage ist auch der erste größere Rückschlag für Bulgariens Ministerpräsident Bojko Borrissov.

Heute wird der deutsche Kandidat Günther Oettinger seine Kompetenz in Energiefragen beweisen müssen. Sollte er keine überzeugende Präsentation abliefern, könnte darunter auch die ohnehin in der Kritik stehende deutsche Kanzlerin Angela Merkel leiden, deren zurückhaltender Führungsstil als Anti-Basta bezeichnet wird – das genaue Gegenteil der Schröder’schen Art, Politik zu machen.