Wir beraten Sie
Als Personalberater unterstützen wir Sie nicht nur bei der Personalsuche - wir sind auch ein kompetenter Ansprechpartner für modernes Personalmarketing. Nutzen Sie das Social Web, profitieren Sie von Facebook, Xing und Twitter: So finden Sie neue Talente und aktivieren Ihre Mitarbeiter.
Sie betreiben eine contentstarke Internetseite, die sich mit Bulgarien, Personalberatung oder Personalmarketing befasst? Hier ist noch Platz für einen Link - oder möchten Sie vielleicht einen Gastbeitrag für unserem HR- und Bulgarien-Blog erstellen? Kontaktieren Sie uns!

Für Journalisten: Pressemitteilungen zu Bulgarien, Personalberatung und Personalmarketing. Melden Sie sich für unseren Presseverteiler an.

Netto-Beschäftigungsaussicht in Bulgarien für Q3/2011

Im dritten Quartal 2011 rechnen die bulgarischen Arbeitgeber mit einer kontinuierlichen Fortsetzung ihrer positiven Einstellungspolitik. 24 Prozenten der Arbeitgeber planen Neueinstellungen, 10 Prozent Entlassungen und 65 Prozent planen keine Veränderung der Größe ihrer Belegschaft. Das bedeutet einen Netto-Beschäftigungszuwachs von plus 14 Prozentpunkten.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 sind die Perspektiven zur Verbesserung des Arbeitsmarkts weiterhin vorhanden. Im Rahmen der Studie wurden 752 bulgarischen Unternehmen in allen fünf großen Regionen des Landes befragt.. Die Fragestellung war: „Welche Veränderungen der Beschäftigungslage erwarten Sie in Ihrem Unternehmen in den nächsten drei Monaten bis Ende September 2011 im Vergleich zum jetzigen Quartal?“

Der Wert für den in dieser durch Manpower durchgeführten Studie verwendeten Netto-Beschäftigungsausblick berechnet sich, indem die Prozentzahl der Arbeitgeber, die im nächsten Quartal Personalabbau planen, von der Prozentzahl derer, die Neueinstellungen planen, abgezogen wird.

 

Bulgarien Netto-Beschäftigungsaussichten für das dritte Quartal 2011

Bulgarien Netto-Beschäftigungsaussichten für das dritte Quartal 2011

Die Arbeitgeber in den verschiedenen Branchen melden die Bereitschaft zu Neueinstellungen im nächsten Quartal auf Basis der saisonal bereinigten Ergebnisse. Am optimistischsten sind die Bereiche der Sozialdienstleistungen und Gastgewerbe mit über zwanzig Prozenten, gefolgt vom Bereich Produzierendes Gewerbe (20%).

 

Die fünf wichtigsten Regionen Bulgariens

In den allen fünf Regionen, wo die Studie durchgeführt wurde, sind die Aussichten für eine Stärkung des Arbeitsmarkts positiv. Sofia hat für das dritte Quartal mit einem Nettowert von plus 15 eine vordere Platzierung, gleichauf mit Varna (plus 15) und Ruse (plus 14). Abgeschlagen, aber immer noch mit einem positiven Ausblick liegt Burgas bei plus 3 Punkten. Am optimistischsten sind die Arbeitgeber in Plovdiv, die mit einem Netto-Beschäftigungsausdruck von plus 21 rechnen.

Die positiven Erwartungen Bulgariens für ein Beschäftigungswachstum sind von den anderen Ländern in die Region nicht geteilt. Die Prognose Griechenlands beträgt -5, Tschechischen +3, Ungarns +1, Polens +14, Sloweniens +7. Absoluter Spitzenreiter im internationalen Vergleich ist übrigens die Türkei – hier rechnen netto 35 Prozent der befragten Unternehmen mit einer positiven Beschäftigungsentwicklung im kommenden Quartal.

Die 10 größten Arbeitgeber in Bulgarien

Die bulgarische Zeitung Kapital hat eine Klassierung der 100 größten bulgarischen Arbeitgeber veröffentlicht. Die Vertreter der größten zehn Unternehmen, gemessen an der Anzahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. sind aus verschiedenen Industriebereichen, wobei nur die ersten zwei in der Platzierung über ein Personalstärke von mehr als 10 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verfügen.

Deutlich wird, dass die Anzahl der Arbeitsplätze zwischen 2009 und 2010 deutlich abgenommen hat. Seit zwei Monaten gibt es zwar eine leichte Beruhigung des bulgarischen Arbeitsmarktes, die aber eher eine typischen Sommer-saisonalen Beschäftigung zu verdanken ist. Arbeitgeber erwarten, dass im Jahr 2011 die Arbeitslosigkeit bei einer Rate von ca. 10% bleibt und im Herbst und Winter ein leichtes Wachstum zu Verzeichnen sein wird.

Die 10 größten Arbeitgeber in Bulgarien

Die 10 größten Arbeitgeber in Bulgarien

Nur wenige große Firmen in Bulgarien

Die Grafik zeigt deutlich, dass es in Bulgarien nur wenige wirklich große Unternehmen gibt, zumindest was die Anzahl der Mitarbeiter angeht. Und die größten stehen auch noch unter staatlichem Einfluss. Sind in Deutschland Unternehmen mit mehr als 100.000 Arbeitnehmern keine Seltenheit (die Deutsche Post und Siemens haben über 400.000 Mitarbeiter, Volkswagen und die REWE-Group immer noch deutlich über 300.000), so kommt in Bulgarien keine einzige Firma auch nur in die Nähe dieser Größenordnung.

Eine Besonderheit ist die Bedeutung des einzigen bulgarischen Kernkraftwerks Kozlodui für den Arbeitmarkt des Balkanstaates – stellt es doch den viertgrößten Arbeitgeber dar. Dadurch gewinnt die Debatte um die bulgarische Kernenergie auch eine arbeitsmarktpolitische Dimension. Die Bulgarische Telekom (BTK), der ehemalige Monopolist, vergleichbar mit der Telekom in Deutschland, hat im vergangenen Jahr viele Mitarbeiter freigesetzt und viel weit zurück. Noch immer aber zählt BTK zu den größten Arbeitgebern.

Wo gerade neue Arbeitsplätze entstehen

Auf dem bulgarischen Arbeitsmarkt ist ein neues Phänomen zu beobachten, nämlich die Entwicklung von integrierten Service-Centern für internationale Kunden oder die sogenannten. „Hubs“. Sie sind das Ergebnis der Reorganisation der Unternehmen und stellen eine geografische Konzentrierung bestimmter Dienstleistungen innerhalb eines Landes dar. Unter den Unternehmen, die ein solches Hub in Bulgarien unterhalten, sind derzeit Hewlett Packard und Coca Cola. Ein großes Engineeringunternehmen aus den deutschsprachigen EU-Ländern plant bald ein Hub in Bulgarien mit 300 Mitarbeitern zu eröffnen, eine deutsche Maschinenbau-Firma denkt über die Möglichkeit nach, in Bulgarien die Buchhaltung der Muttergesellschaft zu konzentrieren. Mehrere Unternehmern aus der IT Bereich planen, in den nächsten Monaten solche Service-Center in Bulgarien zu gründen. Darauf werden wir in einem gesonderten Beitrag eingehen.

Bundesregierung beschließt Konzept zur Fachkräftesicherung

Fachkräftesicherung - Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung

Fachkräftesicherung - Ziele und Maßnahmen der Bundesregierung

Die deutsche Bundesregierung hat in ihrer heutigen Kabinettsitzung das Konzept zur Fachkräftesicherung beschlossen. Die Nutzung und Förderung inländischer Potenziale steht im Vordergrund, muss aber zwingend um mehr qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland ergänzt werden. In diesem 21 Seiten langen Papier kann man im Kapitel 3.5 Integration und qualifizierte Zuwanderung unter anderem folgende Sätze lesen:

Die Bundesregierung wird prüfen, wie der Zugang von ausländischen Hochqualifizierten und Fachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt noch systematischer an den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarktes ausgerichtet und nach zusammenhängenden, klaren, transparenten und gewichteten Kriterien wie Bedarf, Qualifizierung und Integrationsfähigkeit gestaltet werden kann. Die Bundesregierung wird dabei auch die Erfahrungen anderer Länder einbeziehen.

Als Berufsgruppen, in denen die Zuwanderung besonders gefördert werden soll, führt der Bericht neben Maschinenbauingenieuren, Fahrzeugbauingenieuren und Elektroingenieuren auch Ärzte auf. Weiter heißt es im Papier, aus dem sich jetzt gesetzliche Neuregelungen ableiten werden:

Diese Aussetzung der Vorrangprüfung erfolgt, da ein offensichtlicher Fachkräftemangel für diese Berufe im Inland besteht und eine erleichterte qualifizierte Zuwanderung auch aus Drittstaaten ein erfolgsversprechender Schritt ist, um die Arbeitskräftelücke zeitnah zu schließen. Die Sachlage wird zum Zwecke der Anpassung regelmäßig daten- und expertengestützt überprüft werden.

Hier gibt finden Sie weitere Informationen und das komplette Konzept der Bundesregierung zur Fachkräftesicherung als PDF-Download.

 

Unser Standpunkt zur Fachkräftesicherung in Deutschland

(Als eine bulgarische Personalberatung, die sich auf die Vermittlung von Ingenieuren nach Deutschland spezialisiert hat):

Der Zugang von Bulgaren und Rumänen zum deutschen Arbeitsmarkt ist nach wie vor reglementiert und wird durch mehr oder weniger wirkungslose bürokratische Hürden verkompliziert. Gerade den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus Staaten mit den niedrigsten Löhnen im EU-Raum, für die eine Beschäftigungsaufnahme in Deutschland besonders attraktiv ist, wird das Leben also besonders schwierig gemacht.

Das ist nicht nur diskriminierend, sondern zudem unlogisch – schließlich sitzen wir alle im gleichen EU-Boot. Es bleibt abzuwarten, wie ernst es die Bundesregierung mit der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes auch und gerade für Bulgaren und Rumänen meint.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat es erkannt: “Wenn wir Spitze bleiben wollen, brauchen wir auch Spitzenleute von überall her.” Auch der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank Weise, hatte sich erst vor kurzem für eine verstärkte Zuwanderung ausgesprochen.

Diese sollte jetzt durch schnelle Gesetzesänderungen und Verfahrenserleichterungen stimuliert werden. Denn die Alternative wäre: Abwanderung der Industrie aus Deutschland in Staaten, in denen noch ausreichend Fachkräfte und Ingenieure zu finden sind.

Bessere Zahlen in der Baubranche

Die bulgarische Bauwirtschaft kann nach einer langen Durststrecke endlich einmal wieder positive Zahlen melden. Auch wenn die Krise noch lange nicht überstanden ist, so meldeten für den Monat Mai 2011 seit langer Zeit wieder einmal mehr Unternehmen einen positiven Beschäftigungsausblick als einen negativen. Darunter versteht man die Einschätzung der Beschäftigungssituation für die nächsten drei Monate (wer stellt ein?).

Bald wieder mehr Arbeitsplätze in der bulgarische Bauwirtschaft?

Bald wieder mehr Arbeitsplätze in der bulgarische Bauwirtschaft?

Die Frühjahrsbelebung ist hierbei natürlich zu berücksichtigen, aber wie die Grafik zeigt, wurde in den letzten zwei Jahren nie ein positiver Beschäftigungsausblick festgestellt – immer musste von einem Netto-Arbeitsplatzabbau ausgegangen werden (mehr Firmen reduzieren Arbeitsplätze, als dass sie neue schaffen). Bezogen auf die Arbeitslosigkeit in Bulgarien waren und sind die Bauarbeiter überproportional stark betroffen.

Bulgarien: Baukonjunktur verbessert sich langsam

Bulgarien: Baukonjunktur verbessert sich langsam

Auch die Einschätzung der Geschäftslage für das eigene Unternehmen und die Bewertung der eigenen Bautätigkeit zeigt wieder nach oben – die Rekordwerte der Jahre 2007 und 2008 sind zwar noch weit entfernt, aber zumindest zeigt die Entwicklung jetzt wieder nach oben. Zu beachten ist jedoch, dass sich die Geschäftslage im Vormonat April (verglichen mit dem März 2011) noch einmal merklich nach unten entwickelt hatte – ein stabiler und nachhaltiger Aufschwung kann also noch nicht bestätigt werden. Dafür müsste sich die derzeitige Entwicklung weiter fortsetzen.

Die deutschen Discounter bauen weiter fleissig in Bulgarien

Die deutschen Discounter bauen weiter fleissig in Bulgarien - Krise hin oder her.

Die bulgarischenImmobilienpreise, sowohl für gewerbliche Immobilien als auch für Wohnimmobilien, sind nach wie vor im Keller. Die Projekte, die derzeit abgeschlossen werden, wurden in der Regel noch vor dem Beginn der Krise projektiert. Fleissig gebaut wird jedoch im Bereich der Lebensmitteldiscounter – eine Filiale nach der anderen öffnet ihre Tore. Die Expansion, vor allem vorangetrieben von den deutschen Ketten Penny-Market und Lidl, sorgte zumindest in diesem Bereich für Arbeitsplätze und stimuliert den Bausektor.

Bulgarien: Mindestlohn steigt

Der bulgarische Mindestlohn wird laut einem Statement des bulgarischen Ministerpräsidenten Bojko Borissov in Kürze erhöht werden. Borissov erklärte, dass eine Anhebung von derzeit 240 Leva auf 270 Leva pro Monat beabsichtigt sei. Dadurch geht die Regierung nicht zuletzt auch auf wiederholte Forderungen von Gewerkschaften ein.

Der Premier kündigte an, dass die Anhabung der Mindestlöhne am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll. Die notwendigen Berechnungen seien abgeschlossen, und jetzt könne dieses Vorhaben auf den parlamentarischen Weg gebracht werden. Borissov wies darauf hin, dass er immer gesagt habe, dass eine Anhebung der Mindestlöhne erst dann stattfinden werde, wenn die Konjunktur wieder an Fahrt gewinnt. Diesen Moment sieht er demnach gekommen.

Entwicklung der Mindestlöhne in Bulgarien, Rumänien und Polen

Entwicklung der Mindestlöhne in Bulgarien, Rumänien und Polen

Die bulgarische Flagge

Die bulgarische Flagge

Auch eine Erhöhung der Renten wird bald auf der Agenda stehen, hierzu kündigte Borissov eine Erklärung binnen zehn Tagen an. Diese werde jedoch schrittweise erfolgen.

Die Erhöhung der Mindestlöhne hat insbesondere für ländliche Regionen in Bulgarien eine Bedeutung. In den Wirtschaftszentren wie Sofia, Plovdiv oder Varna liegen die Gehälter deutlich über dem Mindestlohn.

Trends bei Beschäftigung in Europa

Eine interessante Untersuchugn, durchgeführt von dem Europäischen Zentrum für Förderung der Berufsbildung, Cedefop, innerhalb von 25 EU-Mitgliedsstaaten und außerdem noch in Norwegen und in der Schweiz, zeigt die Tendenz in der Entwicklung der Arbeitsmarkt in der EU im Zeitraum 2006-2020.

Wie wird die Beschäftigung in Europa im Jahr 2020 aussehen? Der Arbeitsmarkt erlebt einen ernsthaften Mangel an Krankenschwestern, Sozialarbeitern und Ärzten. Die Idee der grünen Wirtschaft, die die großen Hoffnungen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau auf dem Kontinent darstellte, ist noch eine Fata Morgana wegen der Mangel an Spezialisten in sauberen Technologien, erneuerbaren Energien und im Bereich Recycling. Zur gleichen Zeit wird im Bergbau, Elektrizität, Wasser- und Gasversorgung die Zahl der Arbeitslosen ansteigen.

Die bulgarische Hauptstadt Sofia (vom NDK aus fotografiert)

Wohin entwickelt sich die Beschäftigung in Bulgarien? Hier zu sehen: Die bulgarische Hauptstadt Sofia (vom NDK aus fotografiert)

Um diese negativen Ereignisse zu vermeiden, entwickelt die Europäische Kommission (EC) eine spezielle Strategie, die den Bedarf an Arbeitskräften in den verschiedenen Sektoren der Wirtschaft voraussagt. Sie gibt Empfehlungen für die Ausbildungssysteme der EU-Länder, so dass diese vermehrt Fachkräfte in den Bereichen ausbilden, wo es bald einen Mangel an Arbeitskräften geben wird.

Wo entstehen die Arbeitsplätze?

Bis zum Jahr 2020 werden in der EU über 20 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden, trotz der Kündigung von über 3 Millionen Arbeiter in der Landwirtschaft, Holz-und Textilproduktion, Pharmazie, Maschinenbau und Chemieindustrie.

Tendenzen für Beschäftigung in der EU

Tendenzen für Beschäftigung in der EU

Die Rechnung zeigt, dass es in 10 Jahren in der Europäischen Union 223,8 Millionen Arbeitsplätze geben wird, bei einer 302,5 Millionen zählenden Erwerbsbevölkerung. 12 Millionen Arbeitsplätze werden unbesetzt bleiben wegen des Mangels an qualifizierten Fachkräften. Der Beruf der Zukunft wird im Gebiet Umweltschutz zu finden sein.

Die Bevölkerungsalterung in den nächsten Jahren wird zu einer erhöhten Suche nach Arbeitskräften in den Gesundheits-und Sozialdiensten führen. Dieser Trend zeigt sich bereits in einigen Ländern in Westeuropa, so versuchen beispielsweise Deutschland und Großbritannien Ärzte, Krankenschwestern und Sozialarbeiter aus den östlichen Ländern der Europäischen Union wie Rumänien und Bulgarien zu gewinnen.

Zusammen mit der GD Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission erstellt Cedefop monatliche Berichte über die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Sie sammeln und analysieren Informationen über offene Stellen und Arbeitssuchende in der gesamten EU durch die Arbeitsämter in verschiedenen Ländern, sowie konsultieren Arbeitgeber und Personalagenturen. Es ist geplant, eine Online-Datenbank mit Informationen über Nachfrage Berufen, Qualifikationen, Ausbildung in der EU, genannt Match and Map, zu schaffen.

Die prognostizierten Veränderungen im Bereich der Berufsgruppen machen es erforderlich, dass das Beschäftigungspotenzial der Arbeitskräfte in Europa optimal ausgenutzt wird. Dies hat in den einzelnen Mitgliedstaaten Auswirkungen in den Bereichen Beschäftigung, Unternehmen, Migration, Arbeitskräftemobilität und Sozialpolitik. Die Sozialpolitik muss flexibler gestaltet werden, um den Menschen mehr Unterstützung zu bieten, die den Arbeitsplatz wechseln müssen.

Fachkräfte aus Bulgarien wichtig für Deutschland

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde – Deutschland gehen die qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus. Bei sinkenden Arbeitslosenzahlen, die in diesem Monat wohl wieder die Dreimillionenmarke unterschreiten dürften, ist in einigen Branchen bereits ein massiver Mangel an adäcuqtausgebildeten Arbeitskräften zu verzeichnen. In den nächsten Jahren wird Deutschland daher auf die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland angewiesen sein. Bulgarien bietet sich aufgrund des Lohngefälles und der gut ausgebildeten Arbeitskräfte, viele darunter mit deutschen Sprachkenntnissen, als ein Land an, aus dem solche Fachkräfte abgeworben werden könnten. Die EU-Mitgliedschaft Bulgariens ist ein weiterer Pluspunkt.

Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender der deutschen Bundesagentur für Arbeit (Foto:BA)
Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender der deutschen Bundesagentur für Arbeit (Foto. BA)

Der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank Weise, hat sich jüngst in einem Zeitungsinterview dafür ausgesprochen, verstärkt Fachkräfte im Ausland anzuwerben. Er prognostiziert einen Bedarf an ausländischen Fachkräften in Höhe von über zwei Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bis zum Jahr 2025. Hierbei sind verstärkt Bemühung um die Aktivierung von Arbeitslosen oder Müttern, die Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Karriere haben, bereits berücksichtigt.

Fachkräfte müssten „im Ausland gewonnen und hierzulande integriert werden, damit unsere Wirtschaft weiter gut wachsen kann“, so Weise. Insgesamt rechnet Weise mit einer Fachkräftelücke in der Größenordnung von sechs bis sieben Millionen bis 2025.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) rechnet mit einer Fachkräftelücke in Deutschland von 5,2 Mio. Arbeitskräften bis zum Jahr 2030, darunter 2,4 Millionen mit Hochschulqualifikation. Die seit Anfang Mai für die Staaten, die 2004 der Europäischen Union beigetreten sind geltende Arbeitnehmerfreizügigkeit bewertet der Spitzenverband positiv. Selbst Grenzregionen in Ostdeutschland würden davon profitieren: Die Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den EU-8-Staaten eröffnet vor allem auch für Betriebe in Ostdeutschland, die bereits heute oft händeringend Nachwuchs suchen, zusätzliche Chancen, ihren Bedarf an Auszubildenden zu decken.

Durch die Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den EU-8-Staaten wird die Zahl qualifizierter Arbeitskräfte, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, nach BDA-Einschäthung nur geringfügig steigen. Diese reicht bei weitem nicht aus, um den starken, demografisch bedingten Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials in den nächsten Jahren auszugleichen und können keineswegs als Ersatz für ein dringend nötiges, schlüssiges Gesamtkonzept für eine arbeitsmarktorientierte Zuwanderung gesehen werden.