Archiv der Kategorie: Personal

Karrieremesse “Trained in GermanY“ 2015

flyer-goethe-2015lAm 01.06.2015 war das Balkaninvest-Team mit einem Messestand auf der Karrieremesse “Trained in GermanY – Karriere mit der deutschen Sprache” vertreten. Organisiert vom Alumniportal Deutschland, fand das Event in den Räumlichkeiten des Goethe-Instituts Bulgarien in Sofia statt.

Besonders deutschsprachige bulgarische Fach- und Führungskräfte, aber auch junge Hochschulabsolventen sollten durch die Karrieremesse in Sofia angesprochen werden. Insgesamt nutzten knapp 150 Interessierte die Möglichkeit, um mit verschiedenen Unternehmensvertretern deutscher Arbeitgeber bzw. anderen Alumni zu netzwerken und sorgten dafür, dass die Karrieremesse ein voller Erfolg wurde.

Balkaninvest-Messestand gut besucht

Balkaninvest bei Trained in GermanY 2015
Das Balkaninvest-Team konnte viele neue Kontakte knüpfen – der Andrang an Bewerbern war größer als erwartet.

Der Balkaninvest-Messestand wurde von der Besucherschaft der Karrieremesse gut angenommen. Mit unserem frisch gedruckten Banner und vielfältigen Informationsmaterialien zu Job-Angeboten und unserer Personalberatung konnten wir viele Interessierte anlocken und in anregende Gespräche verwickeln.

Doch nicht nur die Deutschland-Alumni wurden auf unseren Messestand aufmerksam, auch andere Aussteller schauten auf einen Kaffee und Small-Talk an unserem Balkaninvest-Stand vorbei, wodurch wir nicht nur interessante Bewerber kennenlernen durften, sondern auch geschäftliche Kontakte knüpfen konnten.

Gewinnspiel ein voller Erfolg

Im Rahmen der Messe haben wir an unserem Balkaninvest-Messestand ein Gewinnspiel durchgeführt. Zu gewinnen gab es insgesamt drei Gutscheine für ein Simulationstraining eines typischen Bewerbungsgespräches bei einem deutschen Arbeitgeber im Balkaninvest-Büro – inklusive schriftlicher Auswertung und Verbesserungsvorschlägen in einem Gesamtwert von 149 Leva.

Im Vorfeld des Events hatten wir bereits mehrmals auf unser Gewinnspiel hingewiesen – was sich am Ende auch rentierte. Über 60 Interessierte nahmen an unserer Verlosung teil. Eine unglaubliche Resonanz, mit der wir in dieser Form nicht gerechnet hatten. Die drei glücklichen Gewinner werden Mitte dieser Woche per E-Mail benachrichtigt.

Messe bot interessante Branchenvielfalt

Insgesamt präsentierten sich zwölf Unternehmen auf der Messe. Neben Balkaninvest gab es einen interessanten Branchenmix – und somit vielfältige Orientierungsmöglichkeiten für alle Beteiligten. Neben der ACO Severin Ahlmann GmbH mit Sitz im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf waren auch Unternehmen wie DB Schenker, Lidl oder die Lufthansa Technik auf der Karrieremesse vertreten.

Zur offiziellen Eröffnung hielten Reiner Itschertl vom Goethe-Institut Bulgarien, Marcus Haas von der Deutschen Botschaft Sofia, Carmen Struck von der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer sowie Marie Fessel vom DAAD und Maria Endreva vom Alumiportal Deutschland kurze Reden.

Get together ein würdiger Abschluss

Messebesucher und Aussteller durften sich über ein reichhaltiges Catering-Angebot freuen. Neben verschiedenen Säften, Kaffee und Wasser wurden Kuchen, Cupcakes und Schnittchen geboten. Zum Ausklang wurde dann mit einem Glas Rotwein zum „Get together“ von Unternehmen und Deutschland-Alumni geladen.

Insgesamt war es eine rundum gelungene und professionell organisierte Veranstaltung. Wir haben tolle Gespräche geführt und viele nette Menschen kennengelernt. Bei der nächsten “Trained in GermanY“-Karrieremesse ist Balkaninvest auf jeden Fall wieder dabei.

Weitere Fotos:

Unser Team im Gespräch mit der Organisatorin Maria Endreva.
Unser Team im Gespräch mit der Organisatorin Maria Endreva.
Zahlreiche Besucher mit deutschen Sprachkenntnissen fanden den Weg ins Goethe-Institut.
Zahlreiche Besucher mit deutschen Sprachkenntnissen fanden den Weg ins Goethe-Institut.
Balkaninvest Team in Aktion
Unser Team in Aktion!
Interviews mit Balkaninvest
Interviews mit Balkaninvest

Mitarbeitermotivation als Teil des Employer Branding – Teil 1

Als Beginn unserer neuen Reihe Mitarbeitermotivation als Teil des Employer Branding wollen wir heute zwei Aspekte beleuchten, die in der Studie “Arbeitsmotivation 2015” der Manpower Group Deutschland als wichtigste Motivationsfaktoren für Arbeitnehmer genannt wurden – ein gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten sowie flexible Arbeitszeiten.

Als wichtigster Faktor für Arbeitsmotivation wurde ein gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten ausgemacht. Insgesamt gaben 65 Prozent der Befragten an, motivierter zu sein, wenn sie gut mit Kollegen und Vorgesetzten klarkommen. Auch wenn die Prozentzahl geringer als im Vorjahr ist (77 Prozent), gilt ein gutes Miteinander nach wie vor als wichtigster Motivationsfaktor.

Pierre Bourdieu prägt das soziale Kapital

Pierre Bourdieu "in Aktion" (Foto: alicia gaudí, creativecommons.org/licenses/by/2.0/)
Pierre Bourdieu „in Aktion“ (Foto: alicia gaudí, @flicker.com, creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

 

Die bekannteste wissenschaftliche Auseinandersetzung zum positiven motivationalen Einfluss eines guten Verhältnisses zwischen Kollegen und Vorgesetzten findet sich in der Theorie des sozialen Kapitals des französischen Soziologen und Sozialphilosophen Pierre Bourdieu. Soziales Kapital beschreibt dabei kollektive Vorteile, die aus sozialen Beziehungen zwischen verschiedenen Menschen, im Falle eines Unternehmens also die Beziehungen zu Mitarbeitern und Vorgesetzten, entstehen.

Soziales Kapital setzt für die letztendliche Kooperation und das Schenken von Unterstützung, Hilfeleistungen oder Anerkennung ein hohes Maß an Vertrauen voraus. All diese Eigenschaften sowie ein hohes Maß an Vertrauen führen zu starker intrinsischer Motivation der Angestellten und zu höherer Leistungsbereitschaft. Ein Mitarbeiter, der sich nicht wohlfühlt, ist kein guter Arbeiter. Es müssen nicht zwangsläufig freundschaftliche Beziehungen entstehen, allerdings propagiert das soziale Kapital ein angenehmes, hilfsbereites Arbeitsklima, das zu kollegialen Beziehungen und einer langfristigen Bindung der Mitarbeiter führt.

Flexible Arbeitszeiten wichtiger Motivationsfaktor

Als zweitwichtigsten Motivationsfaktor charakterisierten Mitarbeiter in der Studie “Arbeitsmotivation 2015” der Manpower Group Deutschland flexible Arbeitszeiten. Insgesamt waren 50 Prozent der Befragten der Meinung, dass Gleitzeit oder Arbeitszeitkonto wichtige Motivationsfaktoren sind. Im Vorjahr waren lediglich 67 Prozent der Befragten der Meinung, dass flexible Arbeitszeiten die Motivation der Mitarbeiter positiv beeinflussen – das Stimmungsbild ist also rückläufig.

Doch auch wenn sich flexible Arbeitszeiten grundsätzlich gut anhören und auf fast jeder Stellenausschreibung als Anreiz zu finden sind, kommen Forscher der Universität Minnesota zu dem Ergebnis, dass flexibel arbeitende Eltern keine nennenswerten Zeiteinsparungen haben. Das heißt also, dass auch Arbeitnehmer mit flexiblen Arbeitszeiten nicht mehr Zeit für ihre Kinder aufbringen können. Dafür haben flexible Arbeitnehmer allerdings mehr Zeit für sich selbst und fühlen sich weniger gestresst, was vorteilhaft für das eigene Wohlbefinden und die eigene Leistungsbereitschaft ist.

Glückliche Arbeiter positiv für Unternehmensbild

Gute Beziehungen zu Kollegen und Vorgesetzten sowie flexible Arbeitszeiten steigern die Motivation und Leistungsbereitschaft der Angestellten und beeinflusst die langfristige Bindung wichtiger Mitarbeiter im positiven Sinne. Darüber hinaus berichten glückliche Arbeitnehmer gerne von ihren positiven Erfahrungen im Unternehmen und prägen somit unbewusst ein attraktives Unternehmensbild.

Im nächsten Teil unserer Reihe „Mitarbeitermotivation als Teil des Employer Branding“ werden die Aspekte „freundschaftliches Verhältnis zu Kollegen“ sowie „kostenlose Getränke vom Arbeitgeber“ beleuchtet – schauen Sie doch wieder auf unserem Blog vorbei und diskutieren Sie fleißig mit!

Absolventenbedarf am deutschen Arbeitsmarkt 2015

Deutsche Arbeitgeber blicken im Jahr 2015 laut einer Studie des Staufenbiel-Instituts eher vorsichtig optimistisch auf die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für Absolventen. Weniger Unternehmen als in den vorherigen Jahren sehen einen steigenden Absolventenbedarf, dafür stellen pessimistische Prognosen für die meisten Fachrichtungen eher eine Ausnahme dar.

Besonders nachgefragt werden im Jahr 2015 Wirtschaftswissenschaftler. Für knapp 45 Prozent der offerierten Stellen, wovon allerdings die Hälfte Praktikastellen sind, werden Absolventen mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund gesucht. Für die nächsten fünf Jahre prognostizieren 3 % der Unternehmen eine stark steigende Nachfrage nach Wirtschaftswissenschaftlern.

Steigender Bedarf an Ingenieuren und Informatikern

Gegenüber dem Vorjahr sind die Prognosen für die Nachfrage an Ingenieuren und Informatikern etwas weniger optimistisch, aber nach wie vor positiv. Bei den Ingenieuren rechnen 35 Prozent der Arbeitgeber (2 Prozent weniger als im Vorjahr) mit einem steigenden bis stark steigenden Bedarf. In den nächsten fünf Jahren steigt dieser Wert gar auf 63 Prozent, was im Vergleich zum prognostizierten Steigerungsbedarf im Vorjahr (68 Prozent) allerdings eine abnehmende Tendenz bedeutet.

Für IT-Absolventen bleiben die Prognosen im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. 38 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem steigenden und acht Prozent mit einem stark steigenden Bedarf. Auch in der Zukunft bleiben die Jobaussichten rosig: 15 Prozent der Unternehmen sehen in der IT-Branche einen stark steigenden und 51 Prozent einen steigenden Bedarf an Informatikern.

Gesucht werden vor allem Praktikanten

Fast die Hälfte aller Absolventenstellen sind für Praktikanten vorgesehen (44 Prozent). 6 % der Stellen werben für Traineeprogramme und 18 % der Stellen für Einstiegsmöglichkeiten als Young Professionals. Die restliche Suche entfällt auf Hochschulabsolventen (27 %), Referendare (3 %) und Associates (2 %).

Bei Informatikern konzentriert sich die Verteilung etwas weniger auf Praktikantenstellen (35 %). Dafür werden vermehrt Young Professionals (31 %) gesucht. Absolventenstellen für Ingenieure gibt es wiederum vor allem für Praktikanten (43 %) und Hochschulabsolventen (29 %). Traineestellen werden für Informatiker (4 %) und Ingenieure (3 %) weniger häufig offeriert.

Masterabschlüsse sind gefragt

Insgesamt werden bei Bewerbungen vor allem Masterabschlüsse präferiert. 90 % der Unternehmen favorisieren diesen akademischen Grad vor einem universitären Diplomabschluss (76 %), einem universitären Bachelorabschluss (60 %) und deutlich vor einem Diplomabschluss einer Fachhochschule (55 %).

Auch bei Ingenieuren und Informatikern ist diese Tendenz zu erkennen. 97 % der Unternehmen präferieren im Ingenieursbereich Masterabschlüsse, bei Informatikern sind es 92 %. Interessant ist hierbei der Umstand, dass der Diplomabschluss einer Fachhochschule bei Informatikern (54 %) und Ingenieuren (63 %) klar einem Bachelorabschluss bevorzugt wird. Einen Bachelor präferieren bei Informatikern lediglich 47 % und bei Ingenieuren sogar nur 36 % der Unternehmen.

2015 kommt der Mindestlohn für Deutschland

Mit Beginn des neuen Jahres 2015 erhält Deutschland zu ersten Mal einen allgemein verbindlichen Mindestlohn – und damit als eines der letzten europäischen Länder überhaupt. Arbeitgeber sind nun verpflichtet, ihren Angestellten nicht weniger als 8,50 Euro pro Arbeitsstunde zu bezahlen. Nach Berechnungen der Bundesregierung werden von der neuen Regelung des Tarifautonomiestärkungsgesetz, so der etwas sperrige Name des Gesetzes, etwa 3,7 Millionen Menschen profitieren, die bisher einen geringeren Stundenlohn erhalten. Zukünftig wird der Mindestlohn durch eine Kommission aus Gewerkschafts- und Arbeitgebervertretern in regelmäßigen Zeitabständen an die allgemeine Lohnentwicklung in Deutschland angepasst werden.

Mindestlohn 2015 in Deutschland
Der flächendeckende Mindestlohn gilt ab 2015 in Deutschland

Mindestlohn gilt auch für Bulgaren

Grundsätzlich gilt der Mindestlohn für alle in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer, also auch für solche ohne einen deutschen Pass. Aber auch Arbeitnehmer, die für eine ausländische Firma arbeiten, müssen den Mindestlohn erhalten, wenn sie in im Rahmen einer Arbeitnehmerentsendung Deutschland eingesetzt werden. Hierunter fallen beispielsweise bulgarische Arbeitnehmer, die im Rahmen eines Werkvertrags nach Deutschland geschickt werden, um dort eine Arbeitsleistung zu erbringen.

Praxis ist durch Arbeitnehmerentsendegesetz bekannt

Für zahlreiche Branchen besteht de-facto bereits ein Mindestlohn über das Arbeitnehmerentsendegesetz, das 1996 eingeführt und 2009 grundlegend überarbeitet wurde.

Im Arbeitnehmerentsendegesetz werden für folgende Branchen Mindestlohnbedingungen aufgeführt:

  • Bauhauptgewerbe und Baunebengewerbe
  • Gebäudereinigung
  • Briefdienstleistungen
  • Sicherheitsdienstleistungen
  • Bergbauspezialarbeiten auf Steinkohlebergwerken
  • Wäschereidienstleistungen im Objektkundengeschäft
  • Abfallwirtschaft einschließlich Straßenreinigung und
  • Winterdienst
  • Aus- und Weiterbildungsdienstleistungen nach dem Zweiten oder Dritten Buch Sozialgesetzbuch
  • Schlachten und Fleischverarbeitung
  • Pflegebranche (ambulante, teilstationäre oder stationäre Pflegeleistungen)

Diese binden auch ausländische Unternehmen, wenn sie in Deutschland aktiv werden. Wie der Name des Gesetzes es schon andeutet, hatte es bei seiner Einführung die Zielsetzung, ausländische Billigkonkurrenz zu verhindern.

Haftung für Arbeitgeber und Auftraggeber

Nicht nur Arbeitgeber riskieren empfindliche Bußgelder, wenn sie gegen das Mindestlohngesetz verstoßen. Auch Unternehmen können haftbar gemacht werden, wenn ein Subunternehmer, der einen Werkvertrag ausführt, Gehälter unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns zahlt.

Die Verstöße sind deutlich höher als beispielsweise Verstöße im Arbeitszeitengesetz (hier beläuft sich die Höchstbuße auf 15000 Euro): Der Zoll kann bei Verstößen gegen das Mindestlohngesetz eine Höchstbuße von 500.000 Euro verlangen – als Ordnungswidrigkeit, pro Verstoß. Firma sollten sich hier absichern und einen Befreiungsanspruch mit Subunternehmer vereinbaren.

Update 26. Januar 2015: Protest ausländischer Spediteure

Der Mindestlohn „wirkt“ – aber nicht immer so, wie es sich der deutsche Gesetzesgeber gewünscht hat. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertag haben gegen die Praxis, dass der Mindestlohn auch für ausländische  Speditionsunternehmen gilt, bereits einige Regierungen protestiert.

Diese müssen ihren Fahrern den Mindestlohn auch dann bezahlen, wenn Lastkraftwagen eine internationale Route bedienen und in Deutschland weder zu- noch abladen, es also als Transitland nutzen. Für die Zeit, die auf deutschem Hoheitsgebiet verbracht wird, fallen die 8,50 Euro an Mindestlohn an, was insbesondere im Fall der osteuropäischen Fahrer deutlich über dem dort üblichen Gehaltsniveau liegt.

Polen, Großbritannien, einiger baltischer Staaten, Ungarns und Rumänien möchten das nicht hinnehmen, und weitere Staaten könnten sich dem anschließen. Die Länder argumentieren, dass Deutschland mit der Einführung der neuen Vorschrift eine neue nicht-tarifäre Hürde errichtet habe, die so mit den Regeln des Binnenmarkts unvereinbar sei. Zudem würden durch die umfangreichen Protokollpflichten und deren Weiterleitung an die deutschen Zollbehörden Datenschutzregelungen in den jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten verletzt.

Facebook als Recruiting-Kanal 2014!

Das soziale Netzwerk Facebook hat eine Größe erreicht, die nicht mehr ignoriert werden kann. Jede Minute werden von den gegenwärtig 1,32 Milliarden Mitgliedern über 3 Millionen Likes verteilt! In dieser Infografik haben wir aktuelle Zahlen zusammengefasst, die zeigen, wie wichtig es heute für das Thema Social Recruiting ist.

Infografik Facebook und Recruiting

Infografik Facebook Recruiting
Infografik Facebook Recruiting

Wenngleich Facebook noch immer von vielen Recruitern als eine nicht sonderlich seriöse Seite gesehen wird, auf der man sich über nebensächliche Dinge austauscht (im Gegensatz zu Karrierenetzwerken wie XING oder LinkedIn), so haben viele Personalverantwortliche doch erkannt, dass es keinen besseren Platz gibt, um die eigene Employer Brand nach außen und innen zu kommunizieren. Auch für direktes Recruiting kann man Facebook nutzen, zugegebenermaßen nicht für jede Position, doch für einige. Die Facebook-Suchfunktionen sind umfangreich – zumindest, wenn das englischsprachige Interface aktiviert ist.

Wie nutzen deutsche Recruiter Facebook?

Wie die Infografik zeigt, nutzen immerhin bereits 15 Prozent der deutschen 422 HR-Professionals, die sich an einer entsprechenden Umfrage im Januar 2014 beteiligt haben, die Möglichkeit einer Facebook-Karriereseite intensiv. Bei 12 Prozent wird eine solche gelegentlich und bei drei Prozent für spezielle Positionen genutzt.

Wer auf Facebook Reichweite erzielen möchte, der kommt an bezahlten Facebook Ads nicht vorbei. Diese Option nutzen jedoch erst sechs Prozent der Umfrageteilnehmer regelmäßig, elf Prozent immerhin gelegentlich und weitere zwei Prozent bei speziellen Vakanzen.

Es wird deutlich, dass bei der Facebooknutzung im Recruiting noch viel Potenzial vorhanden ist. Wenngleich man erkennen kann, dass Facebook in Deutschland nur noch geringe Wachstumsraten aufweist, ist es durch seine schiere Größe ein Faktor im Internet, der auf absehbare Zeit seine Dominanz verteidigen wird. Clevere Recruiter erkennen dies – und engagieren sich frühzeitig!